Dreieinhalb Stunden täglich – so lange beschäftigen sich Menschen in Deutschland im Schnitt mit Audioangeboten. Der größte Teil davon entfällt auf das Radio, wie die aktuelle Audioversum-Studie von ARD Media zeigt. Wer im Content Marketing bislang vor allem auf Print und Online setzt, lässt damit ein reichweitenstarkes Medium links liegen – und verpasst die Chance, mit Radio‑Infomercials die Zielgruppe gezielt zu erreichen.
Radio funktioniert anders als andere Kanäle: Es braucht keinen Bildschirm, keine freie Hand, keine volle Aufmerksamkeit. Es läuft nebenbei – beim Pendeln, bei der Arbeit, beim Kochen. Genau deshalb erreicht es sein Publikum auch in Situationen, in denen andere Kanäle kaum wirken. Und trotz des Streaming-Booms bleibt es der wichtigste werblich erreichbare Audiokanal.
Hinzu kommt: Radio lässt sich planen, skalieren und verlässlich einsetzen. Für Content Marketing ist das eine Kombination, die sich nur selten so findet – und die Radio-Infomercials zu einem wirkungsvollen Instrument im Audio‑Marketing machen.
Was ist ein Radio-Infomercial?
Ein Radio-Infomercial ist ein kurzer Beitrag von meist 45–60 Sekunden Länge, der ein Thema, zum Beispiel ein typisches Verbraucherproblem, behandelt und eine passende Lösung präsentiert. Im Prinzip also eine Kreuzung zwischen einem Werbespot (Commercial) und einem redaktionellen Informationsbeitrag. Für klassische Werbung ist das Infomercial zu redaktionell aufbereitet, für einen rein journalistischen Rundfunkbeitrag hingegen zu werblich. Vergleichbar ist es also mit Advertorials im Online-Bereich und Materndiensten in Print.
Der Unterschied zu diesen Formaten: Im Radio wirkt die Botschaft direkter – über Stimme, Sprache und Emotion. Hörbeispiele für Radio-Infomercials finden Sie hier.
Wann lohnen sich Radio-Infomercials im Content Marketing wirklich?
Ob Radio-Infomercials innerhalb Ihrer Content-Marketing-Strategie sinnvoll sind, hängt maßgeblich von Ihren Kommunikationszielen und den Rahmenbedingungen ab. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei, schnell zu prüfen, ob sich dieses Format für Ihre Zielgruppe eignet:
1. Richten Sie sich an Endverbraucher?
Radio ist ein klassisches B2C-Medium. Entsprechend wirkungsvoll ist der Einsatz von Radio-Infomercials insbesondere dann, wenn sich Ihr Angebot primär an Verbraucherinnen und Verbraucher richtet.
2. Möchten Sie eine breite Zielgruppe erreichen?
Die meisten Radiosender sprechen ein möglichst breites Publikum an – quer durch Altersgruppen, Bildungsniveaus und Lebenswelten. Spezialisierte Nischensender bilden eher die Ausnahme. Wenn Ihre Botschaft also für ein heterogenes Publikum relevant ist, bietet Radio ideale Voraussetzungen, um Reichweite aufzubauen.
3. Streben Sie eine überregionale Verbreitung an?
Natürlich können Sie Ihre Botschaft bei einem einzelnen Lokalsender platzieren. Eine solche Aktion ist allerdings – gemessen an der erzielten Reichweite – relativ teuer. Radio-Infomercials spielen ihre Kosten-/Nutzen-Vorteile vor allem dann aus, wenn sie großflächig eingesetzt werden, also in mehreren Bundesländern oder sogar deutschlandweit laufen. Es gibt wohl kaum ein Medium, mit dem Sie preisgünstiger eine sieben- oder gar achtstellige Reichweite erzielen können, als beim Rundfunk.
Schon gewusst? Die wichtigste Kennzahl zur Reichweitenmessung im Radio sind die „Hörer in der Durchschnittsstunde“. Dabei wird nicht gezählt, wie viele Personen insgesamt am Tag einschalten, sondern wie viele Hörer im Schnitt gleichzeitig bzw. innerhalb einer typischen Stunde erreicht werden.
4. Lässt sich Ihre Botschaft klar und prägnant vermitteln?
Bedenken Sie: Bei einem Radio-Infomercial haben Sie weniger als eine Minute Zeit, Ihr Thema zu platzieren. Das entspricht 100–130 Worten und damit etwa einem Drittel jenes Content-Umfangs, den Sie beispielsweise bei einem Printartikel zur Verfügung haben. Beim Radio-Infomercial haben Sie also keine Zeit für lange Einleitungen oder Erklärungen. Vielmehr ist es wichtig, dass Sie schnell auf den Punkt kommen und sich Ihre Botschaft in wenigen, verständlichen Sätzen darstellen lässt.
5. Eignet sich Ihr Inhalt für die rein akustische Vermittlung?
Radio funktioniert ausschließlich über das Hören. Visuelle Reize entfallen vollständig – alles muss über Sprache, Tonalität und Vorstellungskraft transportiert werden. Falls Ihr Produkt noch weithin unbekannt ist und es vor allem optisch besticht, dürfte es schwierig sein, diesen Wow-Effekt im Rahmen eines Radio-Infomercials zu erzeugen. Gleiches gilt, wenn Ihr Produkt einen ungewöhnlich geschriebenen Namen hat, den Sie gerne bekannt machen möchten. Oder Sie wollen eine Internet-Adresse kommunizieren, die aber so lang oder kompliziert ist, dass der Hörer sie sich kaum wird merken können.
Fazit: Wann passen Radio-Infomercials zu Ihrer Strategie?
Wenn Sie die meisten dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, lohnt sich ein genauer Blick: Denn dann können Radio-Infomercials ein wirkungsvoller Baustein in Ihrem Content-Mix sein, um Ihre Zielgruppe genau dort zu erreichen, wo sie Inhalte nebenbei konsumiert, wo andere Medien kaum präsent sind und wo Botschaften besonders nachhaltig wirken. Was Sie dabei beachten sollten, haben wir in einem weiteren Blogartikel für Sie zusammengefasst.
Und wie steht es um die Kosten?
Hartnäckig hält sich das Gerücht, Radio-Marketing sei teuer und nur für Großunternehmen geeignet. Tatsächlich hängt der Aufwand stark von Zielsetzung, Reichweite und Schaltdichte ab. Mit der richtigen Planung lassen sich Radio-Infomercials effizient und skalierbar einsetzen, insbesondere im Vergleich zu vielen rein digitalen Maßnahmen.
Wir von DJD führen schon seit vielen Jahren erfolgreich Radio-Infomercial-Kampagnen durch – und zwar auch und gerade für mittelständische Kunden. Dabei kombinieren wir Audio gezielt mit Print und Online zu einem wirksamen Media‑Mix.
Lassen Sie sich jetzt unverbindlich beraten und erfahren Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe mit Radio‑Infomercials erreichen.