Stellen Sie sich vor, Sie wären der Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Musikschulen. Sie wären dafür verantwortlich, die Mitglieder über Branchenneuigkeiten, Veranstaltungstermine und Kooperationen zu informieren. Sie suchen also einen effektiven Weg, mit den einzelnen Musikschulen zu kommunizieren. In Deutschland gibt es knapp 1000 Musikschulen, davon sind ca. 900 Mitglied im Verband. Vor kurzem fand die Versammlung des bayerischen Landesverbands statt und Sie möchten nun alle Mitglieder der anderen Landesverbände darüber informieren, was besprochen wurde. Was tun Sie also? Ein Schreiben verfassen und es per Post versenden? Sparen Sie sich die Mühe und das Geld. E-Mail Newsletter heißt hier das Zauberwort.

Die 3 Formen des E-Mail Marketings

Welcher Form des E-Mail Marketing Sie sich bedienen, hängt von Ihrem Unternehmen und der Zielsetzung ab. Beide Parameter bringen eine unterschiedliche redaktionelle Gestaltung des Newsletters mit sich:

  • Newsletter als „Insider-Report“

Bei derartigen Newslettern informiert das Unternehmen seine Leser über Neuigkeiten aus dem eigenen Hause. Auf diese Art des Newsletters greifen Sie meist auch als Verband zurück. Sie informieren die Mitglieder über Neuigkeiten aus der Szene.

  • Newsletter mit selbst recherchierten Brancheninfos

Bei diesem Newsletter-Konzept geht es um exklusive, vom Unternehmen selbst recherchierte Berichte aus der Branche oder um aktuelle Infos rund um die Produktpalette. Diese Newsletter sind aufwändig in der redaktionellen Erstellung. Regelmäßig Themen zu recherchieren und leserfreundlich aufzubereiten, erfordert viel Zeit und journalistisches Know-how.

  • Newsletter als Verbindung zur Website

Eine ebenfalls beliebte Variante des Newsletters besteht in der Verknüpfung von Newsletter und Unternehmenswebsite. Der Newsletter setzt sich hierbei aus mehreren Stories zusammen oder weist auf bestimmte Angebote oder Informationen hin, die auf der Website zu finden sind.

Welche dieser drei Formen der Newsletter Sie verwenden, hängt davon ab, welchen Zweck Sie verfolgen. Doch alle drei Arten haben eines gemeinsam: Werden sie schon vor dem Öffnen in den Papierkorb geschoben, hat sich die Mühe und der Aufwand nicht gelohnt und eine mögliche Wirkung verpufft.

Gründe, warum Newsletter nicht geöffnet werden

Dass E-Mail Newsletter schon vor dem Öffnen im Papierkorb landen oder direkt danach, hat mehrere Gründe.

Wurde die Betreffzeile ansprechend gestaltet? Ist bewusst, welche Zielgruppe mit welchem Ziel angesprochen wird? Oder fehlt der Fokus in der inhaltlichen Gestaltung und der Inhalt bietet keinen Mehrwert für den Leser?

Wenn Sie es nicht schaffen, dass der Newsletter geöffnet wird, profitieren Sie auch nicht vom Nutzen des E-Mail Marketing.

Vorteile von E-Mail Newsletter

Denken Sie einmal zurück. Wann haben Sie zuletzt einen Brief geschrieben? Und jetzt denken Sie einmal an Ihre letzte E-Mail zurück. Und schon liegt der erste Vorteil klar auf der Hand: E-Mails sind deutlich schneller und viel beliebter als Briefsendungen. Sie kosten kein Porto und erreichen den Leser überall. Kein Wunder also, dass sich das Newsletter-Marketing großer Beliebtheit erfreut, und das branchenübergreifend.

Denn Newsletter eignen sich ideal zur Ansprache jener Menschen, die sich intensiver mit Ihrem Produkt, Ihrer Branche oder Ihrer Dienstleistung befassen möchten.

  • Kundenbindung

Mit einem Newsletter treten Sie regelmäßig und direkt in Kontakt zu Ihren Kunden oder Mitgliedern. Anders als bei einer Website, die aktiv besucht werden muss, gehen Sie mit einem Newsletter proaktiv selbst auf Ihre Zielgruppe zu. Sie persönlich haben es in der Hand, wie oft und mit welchen Inhalten Sie Ihre Adressaten kontaktieren. Dadurch können Sie eine sehr intensive und langanhaltende Kundenbindung herstellen.

  • Gute Messbarkeit

Wie Ihr Newsletter bei Ihren Kunden ankommt, können Sie hervorragend messen. Wesentliche Kenngrößen hierfür sind die Öffnungs- und Klickraten. Die Öffnungsraten geben an, wie viel Prozent der Adressaten Ihren Newsletter überhaupt geöffnet hat. Die Klickraten zeigen Ihnen, wie viel Prozent jener Adressaten, die Ihre Mail geöffnet haben, auch die darin angebotenen weiterführenden Links angeklickt haben.

Erfolgsfaktoren

Damit Ihr E-Mail Marketing funktioniert, gibt es sowohl konzeptionell als auch technisch einiges zu beachten:

  • Wer genau ist Ihr Adressat?

Bevor Sie voller Eifer Ihren ersten Newsletter verfassen, sollten Sie sich fragen, wer genau Ihre Zielgruppe sein soll. Oder haben Sie schon einmal eine E-Mail verfasst und erst im Nachhinein überlegt, an wen Sie sie eigentlich schicken wollen? Stellen Sie sich folgende Fragen:

Möchten Sie mit Ihrem Newsletter alle Ihre Kontakte erreichen oder nur eine bestimmte Teilmenge? Welchen Bedarf haben diese Menschen und welches Vorwissen können Sie bei Ihren Adressaten voraussetzen?

  • Ihr Newsletter sollte auch mobil genutzt werden können

Dieser Aspekt wird oft unterschätzt: Fast die Hälfte aller E-Mails wird inzwischen mobil konsumiert. Achten Sie darauf, dass Ihr Newsletter auch auf diesen Endgeräten gut gelesen werden kann und die Verlinkungen sauber funktionieren.

  • Belohnen Sie Neuanmeldungen mit Goodies

Sich für einen Newsletter anzumelden, kostet den Nutzer zunächst eine gewisse Mühe und Überwindung. Er muss sich Zeit für die Anmeldung nehmen und überhaupt bereit sein, Ihnen seine Kontaktdaten zur Verfügung zu stellen. Da kann es nicht schaden, wenn Sie Ihren Interessenten einen zusätzlichen Anreiz bieten, der ihnen hilft, diese Hemmschwelle zu überwinden. Das kann ein Einkaufsgutschein, ein Whitepaper oder die Einladung zu einem ansonsten kostenpflichtigen Webinar sein.

  • Sorgen Sie für einen regelmäßigen Newsletter Versand

Schreiben Sie Ihren Newsletter nicht nur sporadisch, dann, wenn Ihnen gerade mal etwas einfällt. Planen Sie vielmehr die regelmäßige Newsletter-Erstellung fest in Ihren Arbeitsrhythmus ein. Achten Sie darauf, einen guten Mittelweg zwischen zu oft und zu selten zu finden.

  • Achten Sie auf die richtige Zeit des Newsletter-Versands

Für den Erfolg oder Misserfolg eines Newsletters sind oft auch vermeintliche Details entscheidend. So zum Beispiel die Frage, ob Sie Ihren Newsletter montags um 09:00 Uhr, dienstags um 15:00 Uhr oder samstags um 21:00 Uhr verschicken. Was hier besser oder schlechter funktioniert, hängt maßgeblich von Ihrer Zielgruppe ab. Letztlich geht es um die Frage, wann Ihre Adressaten mutmaßlich online sind.

  • Werten Sie Ihre Newsletter sorgfältig aus

Ein wesentlicher Vorteil der Newsletter liegt in ihrer guten Messbarkeit. Nutzen Sie also diese Chance und überprüfen Sie regelmäßig die Ergebnisse Ihres E-Mail-Marketing. Durch die systematische Auswertung von Öffnungs- und Klickraten bekommen Sie recht schnell ein Gefühl dafür, wie Ihr Content bei der Zielgruppe ankommt, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen und welche nicht.

  • Sorgen Sie für eine rechtlich saubere An- und Abmeldung

Nutzen Sie das Double-Opt-In-Verfahren für die Newsletter-Anmeldung und bieten Sie auch eine gut sichtbare und einfache Möglichkeit zur jederzeitigen Abmeldung. Das ist nicht nur aus rechtlichen Gründen dringend zu empfehlen, sondern stellt auch Ihre Professionalität unter Beweis. Überlegen Sie außerdem genau, welche Daten Sie von Ihren Newsletter-Abonnenten wirklich benötigen. Es gilt: Je weniger Daten Sie einfordern, desto höher die Anmeldebereitschaft.

E-Mail-Marketing – Dranbleiben lohnt sich

Ist die Öffnungsrate oder die Klickrate am Anfang sehr gering, sollten Sie nicht gleich den Kopf in den Sand stecken.

Sie wissen meist nicht, wo genau sich der Verbraucher innerhalb seiner Customer Journey befindet – wann er also kaufbereit ist. Indem Sie Ihre Zielgruppen-Verbraucher via Newsletter permanent kontaktieren, stehen die Chancen gut, dass sie Sie auch dann auf dem Schirm haben, wenn es darauf ankommt. Mit anderen Worten: Gut möglich, dass manche Ihrer Kunden Ihren Newsletter über längere Zeit hinweg gar nicht lesen, sondern einfach wegklicken. Solange der Kunde den Newsletter nicht abmeldet, ist dies nicht weiter tragisch. Denn trotz allem kommt es zu einem regelmäßigen Kontakt mit Ihrer Marke. Und zum gegebenen Zeitpunkt denkt der Empfänger dann an Sie.

Fazit

Newsletter-Marketing eignet sich einerseits hervorragend für Verbände, andererseits aber auch für kommerziell ausgerichtete Unternehmen. Damit Newsletter-Marketing jedoch funktioniert, müssen einige Dinge beachtet werden. Unter anderem sind Zeitpunkt, Zielgruppe, Frequenz und technische Umsetzung relevante Erfolgsfaktoren für das E-Mail-Marketing. Bei erfolgreicher Umsetzung bietet diese Marketing-Methode dann viele Vorteile: Das Marketing mit E-Mails ist kostengünstig und mit den richtigen Tools ist eine Erfolgsmessung mühelos möglich. Und sollte sich der Erfolg nicht sofort einstellen, denken Sie daran: Dranbleiben lohnt sich!

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