Wie bei jedem anderen Stilmittel, erfordert auch das Storytelling die Kenntnis einiger Grundregeln, damit Sie die gewünschten positiven Effekte auch tatsächlich realisieren. Auf Basis langjähriger Erfahrungen mit vielen tausend Content-Marketing-Kampagnen möchte ich Sie insbesondere auf fünf Aspekte aufmerksam machen:

1. Ist die Story für Ihr Thema wirklich relevant?

Setzen Sie Storytelling nur dosiert ein! Fragen Sie sich daher stets, ob Ihnen zu dem jeweiligen Thema eine Geschichte einfällt. Wenn ja, prüfen Sie, ob diese Story tatsächlich dazu geeignet ist, Ihre Kern- und Markenbotschaft auf anschauliche Weise zu transportieren. Wenn erneut ja, prima!

Falls nicht, modifizieren Sie Ihre Story oder verzichten Sie lieber darauf. Kein Verbraucher hat Zeit und Lust, eine Geschichte zu lesen oder zu hören, an deren Ende er sich verwundert fragt, was das denn jetzt sollte.

2. Erzeugen Sie lebhafte Bilder

Versuchen Sie, die Geschichte so darzustellen, dass Sie bei Ihren Adressaten lebhafte Bilder erzeugen und für das nötige „Kribbeln im Kopf“ sorgen. Arbeiten Sie mit Symbolen und Metaphern. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Leser emotional berühren, denn nur dann bleibt ihnen Ihre Story im Gedächtnis. Denken Sie an die Story des Limonadenherstellers aus unserem früheren Blogbeitrag: Das Bild des Urgroßvaters, der im Winter das Eis aus den Bergen in Höhlen einlagert, um es bis in die Sommermonate zu konservieren, ist zum Beispiel so ein Bild, das „hängenbleibt“.

3. Halten Sie Ihre Geschichte kurz

Bedenken Sie stets: die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen ist kurz. Konzentrieren Sie sich also beim Storytelling auf das für Ihre Botschaft wirklich Wesentliche. In unserem oben zitierten Limonadenbeispiel ist es beispielsweise gelungen, eine über 170jährige Firmentradition in nur drei Sätzen bzw. 57 Wörtern auf den Punkt zu bringen.

4. Achten Sie auf das Happy End

Es gibt eine Reihe von Grundmustern von Geschichten, die sich seit Jahrtausenden bewährt haben. Ein typisches und im Content Marketing gut geeignetes Grundmuster besteht darin, dass der Protagonist durch ein Ereignis vor eine Herausforderung gestellt wird, die er erfolgreich meistert und dadurch gestärkt aus der Situation hervorgeht.

Ob bei Büchern oder im Kino: Menschen lieben es, wenn sie mit einem positiven Gefühl aus der Geschichte entlassen werden. Achten Sie daher auch bei Ihrer Content-Marketing-Story auf ein Happy End. Auch die Limonaden-Geschichte endet positiv, bildet sie doch den Ausgangspunkt für eine unternehmerische Erfolgsstory.

5. Bleiben Sie authentisch

Manchmal kann es sinnvoll sein, die Story etwas auszuschmücken – auch wenn es sich in der Realität vielleicht etwas anders zugetragen hat. Ein bisschen künstlerische Freiheit wird Ihnen niemand verübeln, wenn es der guten Story, ihrer Klarheit oder dem Verständnis Ihrer Botschaft dient. Setzen Sie jedoch nicht Ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

Hüten Sie sich davor, von dritter Seite nachprüfbare Fakten zu verdrehen, insbesondere, wenn sie für die Botschaft Ihrer Geschichte relevant sind. Stellen Sie sich beispielsweise vor, es käme heraus, dass der Urgroßvater und vermeintliche Firmengründer in Wirklichkeit nie Eislimonade hergestellt, sondern sein Geld als Finanzbeamter verdient hätte. Dann wäre damit nicht nur die gesamte Firmenstory als billiger Marketing-Gag enttarnt, sondern zugleich auch die Glaubwürdigkeit des Unternehmens insgesamt in Frage gestellt.

Fazit

Storytelling ist ein im deutschsprachigen Raum noch viel zu selten verwendetes Stilmittel des Content Marketing. Richtig eingesetzt, können Sie damit Ihre Zielgruppe sehr viel leichter für Ihr Thema begeistern, als dies mit rein produktbezogenen Informationen je möglich wäre.

Sie möchten wissen, wie sich auch Ihr Thema mit redaktionellen Mitteln, vielleicht sogar mit einer emotionalen Story, in den Publikumsmedien verbreiten lässt? Wir von djd haben uns seit über 30 Jahren genau darauf spezialisiert. Nehmen Sie hier mit uns Kontakt auf und vereinbaren Sie noch heute ein kostenfreies Beratungsgespräch.

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