Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie wollen einen PR-Artikel verfassen und beginnen zunächst mit Themenfindung und Stoffsammlung. Dann schreiben Sie zügig den Artikel, bis Ihnen der Beitrag schlüssig erscheint. Textlänge? Hm. Hätte man sich wohl vorher überlegen sollen…

PR- oder Content-Marketing-Artikel fallen oftmals länger aus als Journalisten sie in den Printmedien veröffentlichen können. Ist doch kein Problem, denken Sie. Dann soll der Redakteur den Text halt passend zusammenkürzen. Die Erfahrung von Tausenden von Content-Marketing-Artikeln, die wir bei djd erstellt, verbreitet und dokumentiert haben, zeigt jedoch: Ein pressegerechter Text in der richtigen Länge wird weitaus häufiger abgedruckt. Denn Kürzen (oder auch Texte verlängern) kostet Zeit. Und die ist in Redaktionen immer knapper geworden. Aber was ist die richtige Länge? Wir möchten Ihnen einige Anhaltspunkte geben:

Wo wird Ihr Artikel mutmaßlich in der Presse platziert?

Das ist die erste Frage, die überlegt sein muss – und zwar idealerweise BEVOR ein Artikel entworfen wird. Blättern Sie die für Ihr Themenfeld typischen Printmedien durch: Tageszeitungen, Anzeigenblätter, Zeitschriften, etc.. Werden dort ähnliche Themen, wie Sie sie den Journalisten anbieten möchten, eher als Einspalter, als Kurzmeldung oder als Surftipp veröffentlicht? Dann ist ein langer Text vermutlich kontraproduktiv.

Ebenso, wenn im Kern nur das Foto im Mittelpunkt steht und allein die Bildunterschrift den Leser informieren soll. Sie brauchen also eine klare Vorstellung, in welchen Medien, an welcher Stelle und in welcher Form Ihr Artikel in die redaktionellen Konzepte der Presse passt. Daraus ergeben sich wichtige Hinweise für die Textlänge.

Wie interessant ist der Beitrag für die Leser?

Keine Regel ohne Ausnahme. Auch unabhängig von den sonst vielleicht üblichen redaktionellen Gepflogenheiten der Zeitung kann Ihr Thema durchaus Chancen auf eine großformatige Veröffentlichung haben. Dann nämlich, wenn es wirklich für viele Leser des jeweiligen Mediums interessant bzw. relevant ist. Eine Promi-Story, eine spannende Innovation oder eine anschauliche „How to“-Darstellung sind typische Beispiele hierfür.

Verfügen Sie über gutes Bildmaterial?

Kaum ein Beitrag in den Printmedien funktioniert heutzutage noch ohne passende Bebilderung. Und je länger Ihr PR-Artikel ist, desto mehr Bildmaterial benötigen Sie. Dies gilt zumindest für Publikumsmedien, von denen wir hier sprechen.

Hohe Reichweite oder ausgesuchte Titel?

Der kurze Tipp und die knappe Meldung haben weitaus größere Chancen, in vielen Printmedien abgedruckt zu werden als die große Story. Sie müssen daher abwägen, was Ihnen wichtiger ist: viele Veröffentlichungen und somit hohe Auflagen mit jeweils eher kurzen Texten oder der großflächige Beitrag bei vergleichsweise geringer Reichweite.

Wollen und können Sie sich auf Exklusivität einlassen?

Insbesondere, wenn Sie Zeitschriften als Veröffentlichungsmedium anvisieren, müssen Sie damit rechnen, dass diese eine Exklusivität Ihrer Story einfordern. Dies gilt umso eher, je umfangreicher Ihr Content ist. Falls es sich um eine für Ihr Thema sehr wichtige Zeitschrift handelt, werden Sie sich hierauf vermutlich gerne einlassen. Falls nicht, dürfte Ihnen wahrscheinlich mit einem kürzeren, nicht-exklusiven Artikel, der dafür breit in den Printmedien gestreut wird, mehr gedient sein.

Sie merken schon: Ob ein eher langer oder kurzer Text vorzuziehen ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von Ihren individuellen Kommunikationszielen, aber auch von den Anforderungen der Printmedien ab. Wir von djd bieten daher den Redaktionen seit einigen Jahren stets zwei verschiedene Längenversionen an: den ausführlichen PR-Artikel mit einem durchschnittlichen Umfang von ca. 2.000 Zeichen. Und eine Kurzzusammenfassung (in der jedoch alle für den Kunden relevanten Kerninfos enthalten sind) mit einer Länge von ca. 600 Zeichen. Auf diese Weise kann der einzelne Print-Redakteur selbst auswählen, welche Textversion zu seinem akuten Platzbedarf am besten passt.

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