Wenn Kommunikationsverantwortliche eine Content-Marketing-Kampagne planen, dann wollen sie gerne in den Top-Medien veröffentlicht werden. Dann stehen bei ihnen meist Titel wie Stern, Spiegel oder FAZ ganz oben auf Liste der bevorzugten Publikationsmedien. Dabei wird oft eine hoch spannende Mediengattung völlig übersehen – Anzeigenblätter. Warum Sie gerade Anzeigenblätter keinesfalls unterschätzen sollten, lesen Sie hier.

Auf Anzeigenblätter angesprochen reagieren viele Kommunikationsverantwortliche zunächst etwas irritiert. „Anzeigenblätter? Die liest doch keiner! Die landen doch eh sofort im Altpapier,“ heißt es dann oft.

Logisch, denken Sie jetzt vielleicht: Wer zahlungskräftige Endkunden ansprechen möchte, braucht dafür hochwertige Medien. Wirklich? Aktuelle Daten und Fakten sprechen da eine ganz andere Sprache.

6 Fakten über Anzeigenblätter, die Sie unbedingt wissen sollten

1. Anzeigenblätter werden gelesen!

Viele Leute glauben, Anzeigenblätter werden, wenn überhaupt, nur schnell durchgeblättert, ehe sie im Altpapier landen.
Fakt ist: Die Leser verbringen im Durchschnitt fast eine halbe Stunde mit der Lektüre von Anzeigenblättern (BVDA-Studie). Und dabei beschränkt sich die Lesemotivation keineswegs auf die Werbeanzeigen und Prospektbeilagen. Im Gegenteil: die allermeisten in dieser Studie Befragten gaben an, die Anzeigenblätter aus Interesse an den redaktionellen Inhalten (wie der lokalen Berichterstattung, Tipps zur Freizeitgestaltung, Sportergebnisse) zu lesen.

Dass Anzeigenblätter nicht nur oberflächlich durchgeblättert werden, zeigt auch deren durchschnittliche Lesedauer. Diese liegt seit Jahren konstant bei knapp einer halben Stunde. 40 % der befragten Personen gab sogar an, sich deutlich länger mit dem Anzeigenblatt zu beschäftigen. In Zeiten flüchtigen Medienkonsums und sinkender Nutzeraufmerksamkeit sind das beeindruckende Werte.

Auch wandert das Anzeigenblatt nach der Erstlektüre nicht sofort in den Müll, sondern wird in aller Regel vom Leser mehrfach (im Schnitt 2,2 mal) zur Hand genommen.

2. Anzeigenblätter werden von jedermann/frau gelesen

Ein weiteres Vorurteil besteht darin, dass Anzeigenblätter die „Zeitung der kleinen Leute“ sei. Also für all jene Menschen, die sich keine „richtige“ Zeitung leisten können. Falsch!

Fakt ist: Die Leserstruktur von Anzeigenblättern spiegelt ziemlich exakt die Gesamtbevölkerungsstruktur Deutschlands wider: Die „einfachste soziale Schicht“ macht nur 11 % der Leser aus, die Mittelschicht dagegen bildet mit 63 % den großen Schwerpunkt der Anzeigenblatt-Nutzer. Und immerhin jeder vierte Leser (24 %) stammt aus dem gehobenen Mittelstand. Damit ist die These, Anzeigenblätter seien allenfalls etwas für die soziale Unterschicht, eindeutig widerle gt.Die Mehrheit der Leser entstammt der sogenannten Mittelschicht.

3. Anzeigenblätter sind beliebt

Anders als früher liegt bei immer weniger Menschen eine abonnierte Tageszeitung vor der Haustür. Als oft einziges Printmedium im Haushalt erfährt das Anzeigenblatt somit heutzutage eine deutlich höhere Aufmerksamkeit. Zum Vergleich: Während die verkaufte Auflage der kostenpflichtigen Zeitungen hierzulande seit 2000 um rund 30 % geschrumpft ist, blieb die Gesamtauflage der Gratisblätter im gleichen Zeitraum relativ stabil.

Und dennoch haben Anzeigenblätter bei vielen Verbrauchern einen hohen Stellenwert in der wöchentlichen Mediennutzung. Rund zwei Drittel aller Leser würden ihr Anzeigenblatt “sehr stark” und “stark” vermissen, wenn sie es nicht mehr bekämen (BVDA-Studie). Dabei schätzen die Menschen vor allem die Lokalkompetenz, den Nutzwert und die Glaubwürdigkeit der angebotenen Informationen. Wenn das keine ideale Plattform für Ihr Content Marketing ist!

4. Mit Anzeigenblättern erreichen Sie den idealen Verbraucher

Sie bieten Produkte oder Dienstleistungen für Endkunden an? Dann erreichen Sie mit Anzeigenblättern genau die richtigen Leser. Zum einen wegen der enormen Abdeckung: die rund 1.650 verschiedenen Anzeigenblätter erreichen etwa 92 % der deutschen Haushalte. Zum anderen, weil über 70 % aller Anzeigenblattleser

  • mindestens einmal pro Woche beim Discounter,
  • mindestens einmal pro Monat in einem Drogeriemarkt und
  • mindestens einmal pro Monat in einem Baumarkt einkaufen.

Das sind über 20 Mio. Frauen und Männer, eine gigantische Reichweite.

5. Anzeigenblätter eignen sich ideal für Crossmedia-Kampagnen

Fast zwei Drittel der Anzeigenblattlesern nutzen das Internet. Auch hinsichtlich der Intensität sowie der inhaltlichen Präferenzen bei der Internetnutzung unterscheiden sich Anzeigenblattleser nicht von der Gesamtbevölkerung. Vor diesem Hintergrund machen also auch im Rahmen von Anzeigenblättern medienübergreifende Kampagnen Sinn.

6. Anzeigenblätter sind besonders im ländlichen Raum stark

Mit den klassischen Medien, wie zum Beispiel den regionalen Tageszeitungen, erreichen Sie primär die Ballungsräume der Republik. Das haben Anzeigenblätter auch zu bieten. Zusätzlich warten sie aber mit einer flächendeckenden Reichweite im ländlichen Raum auf: Rund 60 % aller Anzeigenblatt-Leser wohnt in einem Ort mit weniger als 50.000 Einwohnern.

Anzeigenblätter sind eine effiziente Mediengattung

Wie Sie sehen, sind Anzeigenblätter für Sie als Kommunikationsentscheider keinesfalls Zeitungen zweiter Klasse. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine spannende und effiziente Mediengattung, die sich für Kampagnen vor allem dann hervorragend eignet, wenn Sie den Endverbraucher adressieren möchten.

Wenn Sie also Ihre nächste Kampagne im B2C-Marketing planen, bei der Sie flächendeckend Endverbraucher erreichen möchten, denken Sie vielleicht nicht nur an Spiegel und FAZ. Möglicherweise können Anzeigenblätter Sie bei Ihren Kommunikationszielen sehr viel effektiver unterstützen.

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